Merkmale & Standort
Beinwell gehört zu den Raublattgewächsen und hat typischerweise haarige raue Blätter und Stile. Die lanzettförmigen Blätter laufen ein Stück am Stil herab und die Maserung der Blätter ist deutlich zu erkennen. Die Blüten sehen aus wie längliche Glöckchen. Beinwell bevorzugt einen feuchten, halbschattigen bis sonnigen Standort, z.B. an Wegrändern und Gräben.
Wirkung & Anwendung
Bereits seit Jahrhunderten wird Beinwell bei Knochenbrüchen und zur Wundheilung angewendet. “Bein” steht für Knochen und “well” bezieht sich auf “wall”, was so viel wie “zuwachsen” bedeutet. Traditionell wurden Knochenbrüche mit einem Brei aus der Beinwellwurzel verbunden.
Als Salbe oder Tinktur kann uns Beinwell bei Verstauchungen und Prellungen helfen. Auch bei Schürfwunden und Verbrennungen sowie bei Rücken- und Gelenkschmerzen zeigt er seine Wirkung.
Verwendung in der Kueche
Aufgrund der enthaltenen Pyrolizidin-Alkaloide wird die äußere Anwendung empfohlen. Selten und in kleineren Mengen sei der Verzehr aber unbedenklich.
Die jungen Blätter sind noch nicht so haarig und können im Salat verwendet werden. Ältere Blätter schmecken besser gedünstet und dienen als Wildgemüse.
Die Wurzel wurde geröstet und als Kaffeeersatz genutzt.
Volksglauben & Magie
Man glaubte, ein Bad in einem Beinwellsud könne jungen Frauen ihre Jungfräulichkeit (lol) zurückgeben. Ein aus der Beinwellwurzel geschnitztes Männchen diente als Schutzamulett.



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