Kulinarisch & volksheilkundlich wertvoll
Im Herbst bereitet sich die Natur auf die Ruhe des Winters vor. Mehrjährige Pflanzen ziehen sich in die Erde zurück und ihre Kraft sammelt sich in den Wurzeln. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die konzentrierte Pflanzenpower in der Kräuterküche oder für die Naturapotheke zu nutzen.
Sammle die Wurzeln an einem frostfreien Tag oder nach Regen, wenn der Boden aufgeweicht ist.
Welche Wurzeln kann man sammeln ?
Viele Wildkräuter erleben im Spätsommer/Herbst noch mal eine Art zweiten Frühling und treiben frisch aus. Dazu gehören beispielsweise Nelkenwurz, Knoblauchrauke, Brennnessel und Nachtkerze. Ihre Wurzeln sind um diese Jahreszeit jung und zart und lassen sich besonders gut für kulinarische Zwecke verwenden. Wusstest du, dass die Nelkenwurz-Wurzeln nach Anis schmecken, und du damit deinen Weihnachtspunsch aromatisieren kannst? Die jungen Wurzeln der Nachtkerze und auch die jungen Triebe kannst du in der Pfanne andünsten und dir als Wildgemüse schmecken lassen.
Wurzeln fuer die hausapotheke nutzen
Die Wurzeln vieler Wildkräuter werden volksheilkundlich genutzt. Im Gegensatz zum Einsatz in der Küche, können hier auch ältere, verzweigtere Wurzeln verwendet werden. Ein Ölauszug der Beinwellwurzel dient zur Herstellung einer heilenden Salbe, die besonders bei Verstauchungen und Gelenkschmerzen zum Einsatz kommt. Die Wurzel des Baldrians kann als Tee bei Unruhe und Nervosität hilfreich sein und eine Tinktur aus Löwenzahnwurzeln kann harntreibend und verdauungsfördernd wirken.
Du kannst die Wurzeln auch getrocknet verräuchern oder damit Tinkturen und Oxymele ansetzen.



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