Merkmale & Standort
Giersch liebt nährstoffreiche Böden, z.B. dein Staudenbeet 🙂 Er wächst auch gerne im Halbschatten und unter Bäumen. Für Nachschub ist immer gesorgt, denn jedes kleine Stückchen der weißen Gierschwurzel sorgt für ein neues Pflänzchen.
Du erkennst ihn an seinem dreikantigen Stil und den dreigeteilten Blättern. Es ist eine einfache Rechnung: 3 x 3 = Giersch. Von Mai bis August blühen seine schöne weißen Doldenblüten. Solltest du ihn ernten, sei dir sicher, den Giersch nicht mit anderen Doldenblütlern zu verwechseln.
Wirkung & Anwendung
Giersch gilt schon seit dem Mittelalter als Zipperleinskraut (Zipperlein” steht für Gicht) und wird traditionell bei Gicht und Herzerkrankungen angewendet. Ein starker Gierschwurzeltee kann als Zusatz zum Badewasser oder im Fußbad bei Gelenkschmerzen Abhilfe schaffen.
Giersch wirkt vitalisierend, entgiftend, harntreibend, entsäuernd und blutreinigend und ist ein klassisches Kraut für deine Frühjahrskur. Er versorgt deinen Körper mit viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Vitamin C.
Verwendung in der Kueche
Giersch ist ein vielseitiges Wildgemüse, vergiss einfach Petersilie und nimm stattdessen Giersch!
Er schmeckt gedünstet als Spinat, im Salat, in Auflauf, Quiche, Teigtasche usw., im Kräutersalz, als Limo, in der Gründonnerstagssuppe und als Pesto.
Volksglauben & Magie
Unsere Vorfahren glaubten an die Schutzwirkung des Giersch und trugen ein Amulett mit getrockneten Gierschwurzeln zum Schutz vor Gicht bei sich.
Eine Räuchermischung mit Giersch kann uns besonders im Frühjahr neue Kraft spenden. In der Räucherkunde gilt Giersch als austreibend, heilend und ermunternd.



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